Die Anlieferungsquoten können ab dem 01.04.2000 nur noch flächenlos über eine Übertragungsstelle (Börse) ge- und verkauft werden. Hierfür sind drei Termine je Jahr festgelegt. Die Bundesrepublik Deutschland ist in zwei Übertragungsbereiche (Ost und West) gegliedert.

Die bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eingerichtete Übertragungsstelle umfasst die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Freie Hansestadt Bremen und Freie und Hansestadt Hamburg die zum Übertragungsbereich West (alte Bundesländer) gehören. Für jeden Übertragungsbereich wird ein Gleichgewichtspreis festgestellt.

Eine Neuverpachtung oder ein privater Verkauf von Quoten ist nicht mehr möglich.

Nur ein bereits bestehendes Pachtverhältnis kann verlängert werden.

Die Übertragung von Quoten ist ohne Einschaltung der Übertragungsstelle nur noch in wenigen Ausnahmefällen zulässig.

Direktverkaufsreferenzmengen können nur durch Umwandlung in Anlieferungsquoten nach den selben Grundsätzen gehandelt werden.

Zu drei durch die MIlchQuotV (Milchquotenverordnung) festgelegten Übertragungsterminen im Jahr, jeweils am 01.04.; 01.07. und 02.11., können Landwirte über die Übertragungsstelle Angebote für Verkauf und Kauf von Quoten abgeben.

Der Stichtag für die Abgabe der Angebote liegt immer einen Monat vor dem Übertragungstermin und ist ein Ausschlusstermin. Als Fristwahrung gilt der Eingang in der Übertragungsstelle, nicht der Poststempel.

Aus den abgegebenen Verkaufs- und Kaufgeboten ermittelt die jeweilige Berechnungsstelle West/ Ost den Gleichgewichtspreis je Übertragungsbereich.

Zu diesem Preis erhalten alle Nachfrager, die ihr Gebot mindesten, und alle Anbieter, die ihr Angebot höchstens, in Höhe des Gleichgewichtspreises abgegeben haben die gewünschte Quote übertragen.